Botox kann mehr als Falten glätten!

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Als Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg in Kiel habe ich mich neben der Implantologie u.a. auf Faltentherapie mit Botulinumtoxin A spezialisiert. Der Trend „Botox“ nimmt spürbar zu! Denn unsere schnelllebige zivilisierte Welt macht sich im Gesicht immer mehr bemerkbar. Auch junge Menschen sehen abgekämpft und müde aus. Der Blick in den Spiegel zeigt die Folgen dieses Lebensstils. Die Lösung ist einfach, weniger essen, nicht rauchen, mehr schlafen und nach Feierabend und am Wochenende einfach mal das Handy aus machen. Doch wer kann und will sich diesen Luxus heutzutage leisten?

Ich habe mich in den letzten Jahren intensiv mit den therapeutischen Möglichkeiten von Botulinumtoxin A beschäftigt und unzählige Behandlungen nicht nur im Gesicht durchgeführt. Die eigene Erfahrung im Umgang mit dem Toxin ist dabei unabdingbar, weil die derzeitig verfügbare Literatur und die vielen Fortbildungsveranstaltungen das aktuelle Wissen über die Möglichkeiten von Botulinumtoxin A nur selten detailliert wiederspiegeln. Selbstverständlich sollte jeder die Theorie beherrschen, bevor er zu Spritze greift. Leider kann man das eigentliche „Wissen“ und das „Gespür“ für die richtige Injektion an der richtigen Stelle nicht mal eben am Wochenende erlernen. Hier ein paar Tips für Einsteiger:

  1. Achtung! Ob Zahnärzte Botulinumtoxin A außerhalb des Mundes anwenden dürfen, ist noch immer nicht eindeutig geklärt! Mehr dazu hier.                                        Zusatz 30.06.13: Das VG Münster hat entschieden! Zahnärzte dürfen es nicht. 
  2. Die Grundlagen sollte man beherrschen. Bücher und Fortbildungen sind Pflicht!
  3. Nur hochwertiges Botulinumtoxin A verwenden und dann bei diesem Präparat und der entsprechenden Dosierung bleiben. Die konstante Dosierung des Toxin ist extrem wichtig. 1 Einheit mehr oder weniger kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
  4. Immer schriftlich aufklären! Die Erwartungen des Patienten und die eigenen Grenzen als behandelnder Arzt sollte man kennen.
  5. Lieber zwei oder dreizeitig im wöchentlichen Abstand injizieren!
  6. Auch aus Fehlern lernt man. Eine Fotodokumentation und ein gezieltes Recall sind der Schlüssel zum Erfolg. Der „OneTouch“ ist weit verbreitet, aber meiner Meinung nach der größte Fehler, den man machen kann.

Durch „vernünftig“ dosierte Injektionen über einen längeren Zeitraum kann man nicht nur die Falten glätten, sondern auch einen gestressten und müden Gesichtsausdruck korrigieren. Alle Muskeln behalten dabei ihre Funktionen und der individuelle Charakter bleibt erhalten. Man wirkt wacher, frischer und beeinflusst dadurch sein Umfeld positiv. Es kommt dadurch zu einer sozialen Rückkopplung, die eine große bisher unbekannte Bedeutung einnimmt. Neuste Studien zeigen eindrucksvoll, dass eine weniger „zornige“ Ausstrahlung einen antidepressiven Effekt haben kann. Einen interessanten Artikel zum Thema findet man (ich bin erstaunt) im aktuellen Fokus. Eine sehr interessante Beobachtung, die ich auch in einer Vielzahl von Fällen beobachtet habe.

Myaesthetic „natürlich schön“

Dr. med. Oliver Zernial // MyAesthetic // Kiel

Myaesthetic Kiel

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About Author

Dr. med. Oliver Zernial // Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie // zertifizierter Implantologe // Praxis für Implantologie, Kiefer- und ästhetische Gesichtschirurgie // Willy-Brandt-Ufer 10 24143 Kiel // http://www.myimplant.de

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