DVT-Planung: komplexe Behandlungen sicher und effizient durchführen

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Mit Einführung der Dentalen Volumentomografie verlieren auch komplexe Behandlungen ihren Schrecken. Die klinische Situation lies im vorliegenden Fall zwar einen schmalen Kiefer regio 24 vermuten, aber ob und in welchem Umfang eine Augmentation erforderlich sein wird war schwer zu beurteilen. Und genau so schwierig würde sich ohne DVT eine OP-Aufklärung gestalten. Die DVT-Auswertung ergab einen deutlich zu schmalen Kiefer regio 24 und regio 26 war die Vertikal wie so oft zu gering.

Wir haben uns zu einem bonesplitting in Kombination mit einem autologen Knochenblock entschieden. Regio 26 erfolgte ein Sinuslift mit einem Gemisch aus Bio Oss und autologem Knochen. Die Knochenentnahme erfolgte retromolar regio 38 mittels Piezo. Der Knochenblock wurde bis auf eine Reststärke von 1-2mm ausgedünnt, hierzu verwenden wir die Bull Bone Mill von Mondeal und erhalten gleichzeitig ausreichend partikulierten Knochen. Ein Teil des partikulierten Knochen haben wir mit Bio Oss vermischt und in den Sinus eingebracht, mit dem Rest wurde der Spalt zwischen Knochenblock und Kiefer regio 24 aufgefüllt. Der Kieferkamm regio 24 wurde zuvor mit dem Piezo gesplittet und mit den Osteotomen von Camlog aufgedehnt um nicht unnötig Knochen beim Bohren zu verlieren. Regio 24 konnte so ein 3.8x11mm Camlog Implantat und regio 26 ein 4.3x11mm Camlog Implantat gesetzt werden. Der vestibuläre Knochen war uns aber zu dünn, daher erfolgte regio 24 die beschriebene Knochenblockanlagerung.

Aufgrund der optimalen präoperativen Planung konnte die reine OP-Zeit mit 70min relative gering gehalten und Patientin im Vorfeld detailiert über das OP-Procedere aufgeklärt werden.

Grüße aus der Oberpfalz, Patrick

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Dr. Patrick Hennen, Fachzahnarzt für Oralchirurgie, OC-Fachpraxis für Oralchirurgie, Regensburger Str. 13, 93073 Neutraubling, www.oral-chirurgie.com

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