Hat Weichgewebsmanagement mit Hyaloronsäure potential?

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Wie entscheidend das Zusammenspiel zwischen „roter und weißer“ Ästhetik in der Zahnedizin ist, wird dem aufmerksame Beobachter im alltäglichen Leben durch die omnipräsenten Medien ständig vor Augen geführt. In wie weit der schneeweiße „Hollywood- Bretterzaun“ oder das dank Photoshop hinretouchierte Cover-Model als Idealbild gelten dürfen, sei dem ästhetischen Anspruch des Einzelnen überlassen. Festzuhalten bleibt aber, dass gesunde und ansprechende Hart- und Weichgewebsverhältnisse vermehrt an Bedeutung gewinnen. Gleichwohl sind aber viele Patienten nicht immer bereit oder auch finaziell nicht gewillt mehrfache Weichgewebsaugmentationen mit beispielsweise Gingivatransplantaten vom Gaumen über sich ergehen zu lassen. Denn die meisten Techniken sind zum Einen schmerzhaft und traumatisch und zum Anderen auch häufig von wenig vorhersagbarem Erfolg gekrönt.

Was also tun? Wie häufig sind die Idealfälle, bei denen man im Frontzahnbereich vorsichtig den Zahn entfernt, gleich das Implantat inserieren kann und fast alles ist vorhersagbar dank gut mitarbeitendem Patienten? Und bei dem Rest? Augen zu und durch?

Was in der plastischen Dermatochirurgie ein etabliertes und sicheres Verfahren ist, erhält nun auch langsam Zugang zur Zahnmedizin. Hyalronsäure. Dieses Glykosaminoglykan Makromolekül hat die Fähigkeit Wasser zu Binden und so zusätzlich an Volumen zu gewinnen. Darüber hinaus besitzt die Hyaloronsäure antiinflamtorische und antioxidative Eigenschaften und unterstützt die Reepithealisierung. Allerdings gibt es derzeit wenig bis keine praktischen Erfahrungen, geschweige denn wissenschaftliche Evidenz.

Seid eingen Wochen setzten wir verstärkt auf die quervernetzte Hyaloronsäuren von Teosyal. Mit der Hyaluronsäure „Fill“ und „Shape“ stehen in Kürze zwei Produkte zur Verfügung die speziell für die Gingiva konzipiert und zugelassen sind. Wir führen derzeit Untersuchungen in Bezug auf die praktische Anwendung durch. Unserer Meinung nach beschränkt sich die Anwendung nicht nur auf Augmentation vorhandener Weichgewebsdefekte. Gerade unmittelbar nach einen chirurgischen Eingriff scheint der Einsatz von Hyaluronsäure sinnvoll zu sein, um die Wundheilung zu verbessern und ein Weichteilathrophie vorzubeugen.

Anbei ein erster Eindruck. Weitere Anwendungsbeispiele werden folgen.

Philip Stehling //// myimplant.de // Kiel

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Zahnarzt // zertifizierter Implantologe // Praxis für Implantologie, Kiefer- und ästhetische Gesichtschirurgie // Willy-Brandt-Ufer 10 24143 Kiel // http://www.myimplant.de

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